30.09. - 03.10.2011

Bericht zur Reise nach Sachsen & Sachsen Anhalt

von Reinhard Paehlke

 

Die zwölfte Oktoberfahrt seit dem Jahr 2000 ging vier Tage lang nach Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen.Dabei führte die Route die 31 Teilnehmer bei durchgehend sonnigem Wetter durch verschiedene Städte und Landschaften der drei Bundesländer. Die Fahrt ging zunächst über Hannover-Braunschweig in den Harz nach Wernigerode und Quedlinburg. Beeindruckend waren die malerischen Plätze und die schmucken Fachwerkhäuser in der Altstadt von Wernigerode. In den verwinkelten Gassen von Quedlinburg konnten viele der denkmalgeschützten Bauwerke bewundert werden. Alternativ zu den Stadtbesichtigungen wurde den Teinehmern eine Fahrt mit der Harzer Schmalspurbahn angeboten. Zwölf Teilnehmer nahmen das Angebot wahr und fuhren mit den historischen Waggongs,die von einer Dampflok gezogen wurden , in fast 2 Stunden auf den 1.142 Meter hohen Brocken. Das Kaiserwetter und eine hervorragende Sicht machten diesen Ausflug zu einem besonderen Erlebnis. Weiter ging die Fahrt durch eine abwechslungsreiche Landschaft, quer durch den Ostharz nach Stolberg. Ein Ort der geprägt wird von seinen wunderschönen Fachwerkhäusern.Am späten Nachmittag wurde Halle erreicht. Die Gruppe wohnte während der Reise in zentraler Lage. Viele Sehenswürdigkeiten der Stadt waren in unmittelbarer Nähe des Hotels in der Innenstadt zu erreichen. Beeindruckend war das bunte Treiben auf dem bekannten Marktplatz von Halle.

Am zweiten Tag der Reise ging es auf Besichtigungstour nach Leipzig. Die quirlige Stadtführerin Grit verstand es, hervorragend uns mit der Stadt vertraut zu machen. Auch was es mit den Montagsgebeten in der Nikolaikirche auf sich hatte. Die Kirche war 1989 Ausgangspunkt für die legendären Montagsdemonstrationen, die aus den Friedensgebeten hervorgegangen sind. Kaum eine Stadt hat sich nach der Wende so positiv entwickelt wie diese. Die restaurierte Mädler-Passage, das Rathaus, die Thomaskirche, der Marktplatz und vieles mehr erstrahlen nun wieder im altem Glanze. Eine besondere Attraktion ist inzwischen der Leipziger Bahnhof mit seinen mannigfaltigen Angeboten. Ein Fotostopp am Völkerschlachtdenkmal gehörte natürlich auch zum Programm.

Das erste Ziel des Ausfluges am dritten Tag war Bad Lauchstädt. Im 18. und19. Jahrhundert wurde der Ort zu einem viel besuchten Kurbad des Adels und der gekrönten Häupter. Die Besucher fühlten sich ein wenig in die Zeit des Luxus-und Modebades zurückversetzt. Ein Rundgang durch die gepflegten Parkanlagen führte uns zum Goethe-Theater. Bei einer Besichtigung hinter den Kulissen erlebte die Gruppe die aus Holz bestehende barocke Bühnentechnik. Unter persönlicher Mitwirkung von Goethe entstanden einstmals der Zuschauerraum und die farbenträchtige Decke. Anschließend ging es vorbei an den ehemaligen Leuna und Bunaweken, durch das Weinbaugebiet im Unstruttal nach Freyburg. Dort besuchten wir die Sektkellerei-Rotkäppchen. Bei einer Führung wurde die Gruppe mit der Herstellung dieser traditionellen Sektmarke vertraut gemacht. Der Name Rotkäppchen hat nichts mit dem Märchen der Gebr.Grimm zu tun, er bezieht sich auf den roten Verschluss der Flasche. Der Tag wurde abgerundet mit einem Besuch der Stadt Naumburg. Die Besichtigung des Domes zu Naumburg (Baubeginn 1213 ) war ein besonderes Erlebnis. Der Architekt für dieses Bauwerk ist namentlich bis heute nicht bekannt. Die Suche nach dem " Naumburger Meister" geht weiter.

     Am letzten Tag der Reise stand Weimar ( Thüringen )auf dem Programm. In der europäischen Kulturhauptstadt von 1899 gab es eine Führung durch die Innenstadt. Die vielen Sehenswürdigkeiten (der Historische Friedhof mit der Fürstengruft, Goethes Wohnhaus, Schillers Wohnhaus, der berühmte Gingkobaum und vieles mehr) und das besondere Flair von Weimar wird den Teilnehmern in besonderer Erinnerung bleiben.

Der Reisebus mit der gut glaunten Truppe erreichte den Parkplatz " Schüttenheide " pünktlich um 20.00 Uhr des 3.Oktober.

 

 

Bilder von Reinhard Paehlke